🍏🤖☁️ Apple, Google, Microsoft & IBM vor der Haustür

München ist zum wichtigsten Tech-Hotspot Europas geworden. Die absolute Weltspitze sitzt direkt hier an der Isar. Doch wie schafft man den Sprung von der Schulbank in die Welt von Google, Microsoft, Apple oder IBM?

Hier ein exklusiver Blick hinter die Kulissen der Münchner Tech-Zentren, die dir überraschende Karrierewege zeigen. Und verraten, womit du im Auswahlverfahren punktest. 👇

Der Karrierestart bei Google – Mythen, Fakten und der geheime Weg über Dublin

Wer an Google denkt, hat sofort die bunten Büros, kostenlose Snacks und geniale Technik im Kopf. Doch wie läuft der Einstieg für junge Menschen nach der Schule oder während des Studiums wirklich ab?

Wer an Google denkt, hat sofort die bunten Büros, kostenlose Snacks und geniale Technik im Kopf.

Wer an Google denkt, hat sofort die bunten Büros, kostenlose Snacks und geniale Technik im Kopf. Foto: Uwe Kästner

Bei einer Infoveranstaltung für Studierende der LMU haben Johann Huber, Senior Industry Manager und Jan Gänsler, Technischer Chef-Ingenieur bei der Tochterfirma YouTube als Google-Insider über den Einstieg beim Tech Giganten und ihre Arbeit berichtet. Studien- & Berufsberatung Uwe Kästner hat die wichtigsten Erkenntnisse als Listicle zusammengefasst – ein Fahrplan für Studierende, Schüler und natürlich auch für Eltern, die ihre Kinder unterstützen wollen.

1. Das Fundament: Der Nutzer steht immer an erster Stelle

Egal wie groß Google wird: Ein Prinzip aus den Anfangstagen, als der allererste Server noch aus bunten Lego-Bausteinen gebaut wurde, gilt bis heute: „Focus on the user and all else will follow“ – Konzentriere dich auf den Nutzer, dann folgt alles andere von allein. Für junge Bewerber bedeutet das: Wer hier arbeiten will, muss lernen,

Ein Prinzip aus den Anfangstagen, als der allererste Server noch aus bunten Lego-Bausteinen gebaut wurde, gilt bis heute: „Focus on the user and all else will follow“

Ein Prinzip aus den Anfangstagen, als der allererste Server noch aus bunten Lego-Bausteinen gebaut wurde, gilt bis heute: „Focus on the user and all else will follow.“ Foto: Uwe Kästner

sich empathisch in die Bedürfnisse anderer Menschen hineinzudenken, statt nur auf schnellen Profit zu schielen.

Der Google-Standort an der Erika-Mann-Straße - Nahe der Donnersbeger Brücke - platzt aus allen Nähten.

Der Google-Standort an der Erika-Mann-Straße - Nahe der Donnersbeger Brücke - platzt aus allen Nähten. Foto: Uwe Kästner

2. Der Standort München: Sicherheit und die neue „Arnulfpost“

München ist für Google ein absoluter Vorzeige-Standort in Europa. Hier arbeiten hunderte Experten im Google Safety Engineering Center (GSEC) an globalen Themen wie Datenschutz und der Sicherheit des Chrome-Browsers. Doch der Standort an der Erika-Mann-Straße platzt aus allen Nähten – weshalb das nächste große

Das nächste Kapitel der Präsenz von Google an der Isar ist bereits aufgeschlagen: Der spektakuläre neue Google-Campus in der historischen Münchner Arnulfpost

Das nächste Kapitel der Präsenz von Google an der Isar ist bereits aufgeschlagen: Der spektakuläre neue Google-Campus in der historischen Münchner Arnulfpost, erbaut von Architektur-Professor Robert Vorhoelzer, der in den 30er Jahren an der TUM lehrte und später von den Nazis als “Baubolschewist” verfolgt wurde. Foto: Uwe Kästner, bearbeitet mit ChatGPT

Kapitel bereits aufgeschlagen wird: Der spektakuläre neue Google-Campus in der historischen Münchner Arnulfpost, der die Präsenz des Tech-Giganten noch einmal auf ein neues Level hebt. Neben der Technik sitzen

Im Baustil der Klassischen Moderne wurde der “Post-Palast” von Prof. Robert Vorhoelzer entworfen, in dem Google nun ein neues Kapitel aufschlägt.

Im Baustil der Klassischen Moderne wurde der “Post-Palast” von Prof. Robert Vorhoelzer entworfen, in dem Google nun ein neues Kapitel aufschlägt. Foto: Uwe Kästner

in München aber auch große Teams für die Beratung und Betreuung von Unternehmenskunden, genannt: Sales & Marketing.

Vor dem „Postpalast“ warten sternförmig ausgerichtete Zustellfahrzeuge darauf, beladen zu werden

Vor dem „Post-Palast“ warten sternförmig ausgerichtete Zustellfahrzeuge darauf, beladen zu werden.
Foto: Herbert List, © Stadtarchiv München mit freundlicher Genehmigung von Reinhold Kocaurek vom 15.10.26

3. Der ehrliche Realitätscheck: Warum der Weg nach München über Dublin führt

Hier müssen wir mit einem großen Missverständnis aufräumen, das Johann Huber in seinem Vortrag sehr deutlich ansprach: Klassische Einstiegsjobs direkt nach dem Studium gibt es in Deutschland bei Google so gut wie gar nicht.

Der typische Weg führt über das europäische Hauptquartier in Dublin, Irland. Hier arbeiten junge Menschen aus über 57 Nationen zusammen. Meist bleibt man für zwei bis vier Jahre in Irland, lernt den Konzern von der Pike auf kennen und kann sich danach auf Stellen in München, Hamburg oder Berlin wegbewerben.

Wichtig für Eltern: Viele Eltern erschrecken, wenn sie hören, dass ihr Kind nach Irland ziehen soll – vor allem, weil die Mieten in Dublin extrem hoch sind. Hier gab Johann Huber absolute Entwarnung: Die Praktika und Einstiegsjobs bei Google sind außergewöhnlich gut bezahlt. Das Einkommen reicht völlig aus, um das Leben und Wohnen in Dublin zu finanzieren. Zudem wird niemand ins kalte Wasser geworfen: Google baut den Berufseinsteigern eine sprichwörtliche „Brücke“ mit intensiven Bootcamps und Mentoren.

Google inMünchen: Die typischen bunten Büros

Google stellt vom Informatiker und Betriebswirt über Medienmanager bis hin zum Theaterwissenschaftler alles ein. Warum? Weil gemischte Teams Probleme viel kreativer lösen. Foto: Uwe Kästner

4. Das „Internship-Programm“: Das goldene Ticket für Studierende

Der beste Weg in den Konzern ist ein bezahltes Praktikum: Internship. Das ist ab der Mitte des Bachelor-Studiums möglich. Die Bewerbungsphase hierfür läuft immer im Herbst, also Oktober/November für den darauffolgenden Sommer. Ein solches Praktikum dauert zwischen 10 Wochen und 3 Monaten.

Das Besondere: Es gibt bei Google kein „Kaffeekochen“. Jeder Praktikant bekommt ein eigenes, fest umrissenes Projekt – wie zum Beispiel die Organisation eines Events für Großkunden – und trägt echte Verantwortung.

5. Wer wird gesucht? Es zählen nicht nur Bestnoten!

Ein großer Trost für alle Eltern und Jugendlichen: Google sucht keine Einheits-Genies. Das wichtigste Motto lautet „Diversity is Key“ - Vielfalt ist der Schlüssel.

  • Bunte Teams: Google stellt vom Informatiker und Betriebswirt über Medienmanager bis hin zum Theaterwissenschaftler alles ein. Warum? Weil gemischte Teams Probleme viel kreativer lösen.

  • Die „Super-Power“: Bei der Bewerbung wird erwartet, dass man zehn Minuten lang packend über etwas Besonderes berichten kann, das man im Leben oder Studium gemacht hat.

  • Engagement abseits der Schule: Wer im Sportverein aktiv ist oder ein Ehrenamt ausübt, sammelt dicke Pluspunkte. Google sucht junge Menschen mit „Leadership Skills“ – also Leute, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

  • Sprachen: Die Unternehmenssprache ist Englisch. Die Betreuung der deutschen Kunden ist dagegen in deren Muttersprache üblich.

6. Das YouTube-Universum: Gleiche Spielregeln

Auch YouTube ist eine hundertprozentige Tochter von Google. Täglich werden dort Milliarden Videos geschaut und jede Minute unfassbare Mengen an neuem Material hochgeladen. Jan Gänsler betont vor den Studierenden, dass für YouTube-Mitarbeiter exakt die gleichen hervorragenden Bedingungen und Bewerbungsregeln gelten wie bei Google. Auch hier gibt es neben rein technischen Berufen tolle Jobs in der Kundenbetreuung, etwa für Großkunden wie das ZDF oder im Motocross-Team für Partner wie Red Bull sowie in der Rechts- und Strategieabteilung.

7. Der Bewerbungsprozess: Die „Einstimmigkeits-Regel“

Wer sich online über das Google-Karriereportal für Internships - oder für Festanstellungen über die Google Jobs Munich Suche - bewirbt, durchläuft nach den ersten Video-Interviews die intensiven „On-site Interviews“ in Dublin.

Dabei wird man nacheinander von vier völlig unterschiedlichen Mitarbeitern interviewt. Zum Beispiel von einem Manager, jemandem aus einem ganz anderen Team und jemandem aus einem völlig fremden Fachbereich. Am Ende müssen alle vier Interviewer einstimmig „Ja“ sagen. Hat auch nur eine Person Zweifel, wird nicht eingestellt. Alle Interviewer müssen vorher eine strenge Schulung durchlaufen, was für Fairness sorgt.

Tipps der Studien- & Berufsberatung Uwe Kästner:

Die Google Zukunftswerkstatt an der Erika-Mann-Straße bietet für jedermann kostenlose Online-Kurse, etwa in KI, Digital Marketing oder Kommunikation an - eine perfekte Vorbeeitung auf den Einstieg bei Google

Die Google Zukunftswerkstatt an der Erika-Mann-Straße bietet für jedermann kostenlose Online-Kurse, etwa in KI, Digital Marketing oder Kommunikation an - eine perfekte Vorbeeitung auf den Einstieg bei Google. Foto: Uwe Kästner

Wer sich vorbereiten und seinen Lebenslauf glänzen lassen möchte, muss nicht warten. Google bietet mit der Google Zukunftswerkstatt eine kostenlose Online-Plattform an. Dort können Schüler und Studierende kostenlose, zertifizierte Kurse in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Digitales Marketing oder Kommunikationsfähigkeiten absolvieren. Das zeigt den Recruitern sofort: Hier ist jemand fit für die digitale Zukunft!

Wie Studierende bei Microsoft in München durchstarten

Wer an die absolute Weltspitze der Tech-Branche will, landet in München schnell in Schwabing. Hier, in der hochmodernen Deutschland-Zentrale von Microsoft, wird an der Zukunft von Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Technologie gearbeitet. Doch wie schafft man eigentlich den Sprung vom Hörsaal direkt ins Herz eines globalen Tech-Riesen? Und nach welchen Kriterien sucht ein Weltkonzern heute seine Nachwuchskräfte aus?

Die hochmodernen Deutschland-Zentrale von Microsoft in der Parkstadt Schwabing

Die hochmodernen Deutschland-Zentrale von Microsoft in der Parkstadt Schwabing. Foto: Uwe Kästner

Studien-& Berufsberatung Uwe Kästner hat beim LMU Career Talk genau hingehört und zeigt am Beispiel eines echten Münchner Erfolgswegs, wie der Berufseinstieg gelingt – und warum die richtige Lebenseinstellung heute wichtiger ist als das technisch perfekte Schreiben von Software-Befehlen.

Der Traum vom Einstieg: Vom Werkstudenten zum KI-Vollprofi

Einer, der diesen Weg gerade erst gemeistert hat, ist Philipp Peron (28). Heute arbeitet er als AI Consultant bei Microsoft und leitet das Architekturdesign sowie die Implementierung maßgeschneiderter KI-Lösungen direkt vor Ort bei Unternehmenskunden. Sein Einstieg klingt wie aus dem Lehrbuch: Master-Abschluss in Elektrotechnik und Informationstechnik an der Technischen Universität München TUM mit der Traum-Note 1,1.

Doch die Bestnote allein war nicht sein Ticket in den Konzern. Der Schlüssel lag im fließenden Übergang während des Studiums: „Mein Einstieg verlief über eine sechsmonatige Tätigkeit als Werkstudent im Bereich Cloud Solution Architecture“, erzählt Philipp. Was er damit meint, ist ein unschätzbarer Vorteil für alle Studierenden: Denn ein Einstieg als Praktikant oder Werkstudent ist mit etwa drei Interviews deutlich niederschwelliger als eine spätere Direktbewerbung. Wer hier überzeugt und vielleicht sogar eine Empfehlung des Teamleiters bekommt, hat das Ticket für die Karriere fast schon in der Tasche.

Bei Microsoft in München wird an der Zukunft von Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Technologie gearbeitet

Bei Microsoft in München wird an der Zukunft von Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Technologie gearbeitet. Foto: Uwe Kästner

Nach seiner Werkstudentenzeit rutschte Philipp automatisch in das sogenannte Microsoft Aspire Experience Programm. Das ist das weltweite Entwicklungs- und Onboarding-Programm für Top-Absolventen - egal ob Bachelor, Master, MBA oder PhD, die eine Vollzeitstelle bei Microsoft antreten. Eine separate Bewerbung dafür gibt es nicht – man wird automatisch eingeschrieben, sobald man eine reguläre Einstiegsposition ergattert. Das Programm ist eine intensive, mehrjährige Lernreise mit internationalem Networking, Mentoring und tiefen Einblicken durch Führungskräfte.

Die Auswahl: „Wir suchen keine Einzelkämpfer“

Doch wie läuft das Auswahlverfahren ab? Harald Urban, Commercial Skilling Lead Germany & Austria bei Microsoft, gab beim LMU Career Talk exklusive Einblicke hinter die Kulissen: „Zwischen 20 und 50 Kandidaten stellen wir pro Jahr für das Aspire-Programm in Deutschland ein“, so Urban. „Dabei durchlaufen die Bewerber ein kleines Assessment-Center im Mini-Format.“ Philipp Peron ergänzt aus eigener Erfahrung: „Zusätzlich hatte ich ein fachliches Interview und ein Gespräch mit einem Manager – jeweils eine volle Stunde.“

Die richtigen Skills und ‚Cultural Fits‘ sind wichtig für einen Einstieg bei Microsoft, macht Digital-Learning-Spezialist Harald Urban beim LMU Career Talk deutlich

Die richtigen Skills und ‚Cultural Fits‘ sind wichtig für einen Einstieg bei Microsoft, macht Digital-Learning-Spezialist Harald Urban beim LMU Career Talk deutlich. Foto: Uwe Kästner

Auf die Frage aus dem Publikum, ob Absolventen eines dualen Studiums bei Konkurrenten wie etwa IBM besonders gute Karten hätten, antwortet Urban pragmatisch: „Das kann ein Vorteil sein – aber nur, wenn sie die richtigen Skills und ‚Cultural Fits‘ mitbringen.“

Und genau hier wird es für Schüler und Eltern spannend: Microsoft sucht im Auswahlprozess nicht nach fertigen Genies, die alles schon können. Die wichtigste Frage im Vorstellungsgespräch lautet vielmehr: Passt du zu unserer Kultur? Kommuniziert wird bei Microsoft auf Englisch, und in sogenannten Verhaltensinterviews - oft nach der bekannten STAR-Methode - wird intensiv geprüft, ob Bewerber die vier Kernmerkmale im Alltag vorleben können:

Microsoft München, Parkstadt Schwabing

Reine Einzelkämpfer, also “Solo Heroes” fallen bei Microsoft durch das Raster. Es zählen Menschen, die ihr Wissen teilen und den Erfolg des Teams über das eigene Ego stellen. Foto: Uwe Kästner

  • Growth Mindset, warum ist das ein Wachstumsdenken? Unter CEO Satya Nadella hat Microsoft seine Kultur radikal verändert. Die Devise lautet: Weg von einer Kultur der „Besserwisser“ (know-it-all), hin zu einer Kultur der „Alleslerner“ - learn-it-all. Wer im Interview nicht offen über Fehler und daraus gezogene Lehren berichten kann, scheidet aus.

  • Customer Obsession, der Kundenfokus: Gefragt ist die Fähigkeit, echte Empathie für die Probleme der Kunden zu entwickeln und Lösungen zu bauen, die echten Mehrwert stiften.

  • Diverse & Inclusive, also Vielfalt & Inklusion: Microsoft glaubt fest daran, dass Vielfalt der Motor für Innovation ist. Wer im Team keine anderen Perspektiven wertschätzen kann, hat keine Chance. Philipp Peron untermauert das mit einem Praxisbeispiel: „Etwa ein Psychologe, der an wichtigen Schnittstellen im Coding-IT-Bereich arbeitet: Er hat einen völlig anderen Blickwinkel als ein reiner Informatiker. Das Technische kann man erlernen.“

  • One Microsoft: Reine Einzelkämpfer, also “Solo Heroes” fallen durch das Raster. Es zählen Menschen, die ihr Wissen teilen und den Erfolg des Teams über das eigene Ego stellen.

Alltag bei Microsoft: Lebenslanges Lernen als Arbeitszeit

Wer es bis hierher geschafft hat, den erwartet eine Arbeitswelt, die sich extrem von klassischen Berufen unterscheidet. Stillstand gibt es hier nicht. „Typisch für Microsoft ist ein ständiger Wechsel der Rolle und des Teams – man lernt immer Neues dazu“, erklärt Philipp Peron. Offenheit und Flexibilität werden so großgeschrieben, dass man oft nirgends länger als ein Jahr im exakt selben Ansatz verweilt. Dass Lernen nicht nur eine Floskel ist, macht Digital-Learning-Spezialist Harald Urban deutlich: „Lebenslanges Lernen ist der Schlüssel, um durch aktuelle Krisen zu navigieren und für die Zukunft bereit zu sein. Bei uns gilt: Learning time is working time – Lernzeit ist Arbeitszeit!“

Neben täglichen Peer-to-Peer-Formaten wie den schnellen „Learning-to-go“-Sessions veranstaltet der Tech-Konzern kollaborative Großevents wie Hackathons und stellt jedem Mitarbeiter zehn feste, eigene „Learning Days“ pro Jahr zur Verfügung, die ausschließlich für die persönliche und fachliche Weiterbildung genutzt werden dürfen. 

Tipps für deine Zukunft: So fängst du an

Egal, ob du noch zur Schule gehst oder schon mitten im Studium steckst – der wichtigste Schritt ist, frühzeitig Kontakte zu knüpfen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Microsoft sucht kluge Köpfe mit Eigenantrieb, “Drive & Passion”, die sich in einem dynamischen, oft unstrukturierten Umfeld wohlfühlen und Werte wie Integrität und Verantwortung ernst nehmen. 

Microsoft München: QR-Code Open Positions

Deine nächsten Schritte auf einen Blick: 

  1. Früh übt sich: Nutze Schul- oder Universitätspraktika sowie Werkstudentenjobs, um - ohne den ganz großen Druck der Direkteinstellung - Konzernluft zu schnuppern.

  2. Haltung zeigen: Arbeite an deinem ‘Growth Mindset’. Sei neugierig, suche aktiv nach Feedback und betrachte Fehler beim Lernen als Meilensteine. Und nicht als Niederlagen.

  3. Netzwerken: Knüpfe Kontakte zu Recruitern wie Julie Rousseau, University Recruiter, oder Kenny Smiles Lartey, Full-Cycle Recruiter, auf Plattformen wie etwa LinkedIn.

  4. Chancen checken: Wirf’ regelmäßig einen Blick direkt in das offizielle Microsoft Career Portal, um aktuelle Einstiegspositionen für Absolventen und Studierende in München zu finden.

Die Tech-Welt von morgen wartet nicht auf die Perfekten – sie wartet auf diejenigen, die bereit sind, jeden Tag etwas Neues zu lernen.

Silicon Valley an der Isar: Deine Chance auf einen Karrierestart bei Apple in München

Wer an Apple denkt, hat sofort das sonnige Kalifornien im Kopf. Doch das größte europäische Zentrum für Chip-Design liegt mitten im Herzen von Bayern. Seit über 40 Jahren baut der Tech-Gigant seine Präsenz in der Region kontinuierlich aus. Heute arbeiten am Münchner Hauptcampus und im hochmodernen European Silicon Design Center über 2.000 Ingenieurinnen und Ingenieure an den Technologien von morgen.

Apple expandiert weiter in der Landeshauptstadt: Das Areal an der Seidlstr. 15 - 19 liegt genau neben dem Bürogebäude “Karl” mit 1,500 Arbeitsplätzen.

Apple expandiert weiter in der Landeshauptstadt: Das Areal an der Seidlstr. 15 - 19 liegt genau neben dem Bürogebäude “Karl” mit 1,500 Arbeitsplätzen. Und im nicht allzu weit entfernten Postpalast entsteht das Entwicklungszentrum von Google. Foto: Uwe Kästner

Ein riesiger Pluspunkt für Studierende der TUM: Apple und die TUM verbindet eine langjährige, enge Kooperation bei zukunftsweisenden Forschungsprojekten. Diese exzellente Verbindung schlägt für dich die perfekte Brücke von der Theorie im Hörsaal direkt in die Praxis eines Weltkonzerns.

Echte Projekte statt grauer Theorie: Das Apple Praktikum

Egal ob Bachelor, Master oder Promotion – bei Apple landest du nicht auf der Ersatzbank. Wer hier ein Praktikum bei Apple absolviert, arbeitet vom ersten Tag an als vollwertiges Teammitglied an realen Produkten. Wie das aussieht, zeigt die Geschichte von Desireh. Sie kam als Praktikantin in die Hardware-Entwicklung und optimierte direkt die Funk-Chips des iPhones. „Ich habe an neuen Produkten mitgearbeitet und mein Beitrag hat wirklich etwas bewegt“, erinnert sie sich.

Besonders spannend: Die aktuellen Stellenausschreibungen für Praktika bei Apple in München zeigen, dass der Standort massiv in absolute Trendthemen investiert. Gesucht werden Studierende für Aufgaben in der Künstlichen Intelligenz (AI/ML), für zukunftsweisende Mobilfunktechnologien (5G/6G) sowie Data Science. Hier tüftelst du beispielsweise an KI-gestützter Code-Analyse oder modernsten Algorithmen, um die Netzwerke der Zukunft noch schneller und sicherer zu machen.

Der iPhone-Bauer betreibt in der Maxvorstadt einen massiven Forschungs- und Entwicklungscampus – das Europäische Zentrum für Chip-Design.

Der iPhone-Bauer betreibt in der Maxvorstadt einen massiven Forschungs- und Entwicklungscampus – das Europäische Zentrum für Chip-Design. Foto der Mensa: Uwe Kästner

Wonach sucht Apple? Werte schlagen Fachwissen

Wer bei Apple punkten will, muss nicht der perfekte Informatiker sein. Der Konzern versteht sich als Schnittstelle zwischen Technologie und Geisteswissenschaften. Das Zauberwort lautet Cultural Fit und Vielfalt. In München arbeiten Menschen aus über 50 Nationen zusammen. Wichtig ist, dass du querdenken kannst, leidenschaftlich gern im Team arbeitest und die Bereitschaft mitbringst, dich jeden Tag neu zu erfinden. Der Einstieg bei Apple ist flexibel – ob in den Semesterferien, studienbegleitend, in Teilzeit oder Vollzeit. Da die Teams extrem international besetzt sind, solltest du gute Englischkenntnisse mitbringen.

Über das Duale Studium bei IBM in die Tech-Elite

Wer nach dem Abitur nach der perfekten Mischung aus wissenschaftlicher Theorie und echter Management- oder Entwicklerpraxis sucht, landet schnell beim Thema Duales Studium. Doch wie sieht der Alltag bei einem der größten Tech-Giganten der Welt aus? Nach unseren Einblicken in die Einstiegsmöglichkeiten bei Google, Microsoft und Apple jetzt im Fokus: Das Bachelor@IBM Programm in enger Kooperation mit der DHBW Stuttgart am zentralen Campus am Rotebühlplatz 41. Oder in Mannheim-Neuostheim.

Das Bachelor@IBM Programm wird in enger Kooperation mit der DHBW Stuttgart am zentralen Campus am Rotebühlplatz 41 angeboten

Das Bachelor@IBM Programm wird in enger Kooperation mit der DHBW Stuttgart, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, am zentralen Campus am Rotebühlplatz 41 angeboten: Feste Kursstrukturen mit 30 Studierenden und ein turnusmäßiger Wechsel Hochschule - Betrieb alle 3 Monate. Foto: Uwe Kästner

Das Prinzip IBM: Theorie trifft echtes Business: Ein duales Studium unterscheidet sich fundamental vom klassischen, oft sehr theorielastigen Alltag an einer Universität. Das Fundament bildet hier von Tag eins an ein fester Ausbildungsvertrag mit IBM. Das dreijährige Studium ist straff und effizient organisiert: Es gliedert sich in sechs Semester, die sich jeweils exakt in eine dreimonatige Theoriephase an der Hochschule und eine dreimonatige Praxisphase im Unternehmen aufteilen. An der DHBW wird in festen Kursstrukturen von etwa 30 Teilnehmern gelernt. Durch diesen vorgegebenen Stundenplan und die kleinen Gruppen entsteht ein interaktiver Unterricht auf Augenhöhe, der meilenweit vom Massenbetrieb in Hörsälen entfernt ist. Jedes Theoriesemester schließt nach drei Monaten mit den Klausuren ab, wobei IBM die Studierenden im Vorfeld gezielt bei der Bildung von Lerngruppen unterstützt. Der eigentliche Clou wartet jedoch in den Praxisphasen: Die Studierenden werden als vollwertige Mitarbeiter in Teams integriert. Sie gewinnen tiefgehende Einblicke in Geschäftsbereiche wie Projektmanagement, Sales oder Consulting und werden durch firmeninterne Schulungen kontinuierlich weitergebildet. Zur perfekten Ausstattung stellt IBM jedem "Bachelor@IBM"-Teilnehmer ein eigenes MacBook und ein iPhone zur Verfügung.

Zwischen Künstlicher Intelligenz und internationalem Management: Das Studienangebot

Die Digitalisierung verlangt Allrounder, die Code verstehen, aber auch betriebswirtschaftlich denken können. IBM bietet maßgeschneiderte Studiengänge an, die exakt diese Schnittstellen bedienen:

  • Informatik / Künstliche Intelligenz & Cyber Security: Hier dreht sich alles um die Entwicklung zukunftsfähiger Software, den Schutz von Datenströmen und die Integration moderner KI-Systeme wie IBM watsonx. Hier ein Video der DHBW zu ihrem Studienangebot in Informatik.

  • BWL Digital Business Management: Wie maximiert man als Manager mit digitalen Werkzeugen den Unternehmenserfolg? Die Studierenden lernen am konkreten Beispiel der Industrie 4.0, wie smarte Fabriken gesteuert und Geschäftsprozesse digital transformiert werden.

  • Wirtschaftsinformatik / Data Science: Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts. In dieser Fachrichtung lernst du, riesige Datenmengen zu analysieren, Muster zu erkennen und daraus strategische Entscheidungen für Unternehmen abzuleiten.

  • Wirtschaftsinformatik – IMBIT: International Management for Business and Information Technology. Dieser Studiengang kombiniert IT- und Wirtschaftsgrundlagen mit einer starken internationalen Ausrichtung. Im Mittelpunkt stehen interkulturelles Verständnis, Fremdsprachen und weltweite Praxiseffekte.

Das weltweite Highlight: Besonders spannend wird es im 4. Semester. Hier bietet IBM die Option, eine Theoriephase an einer ausländischen Partneruniversität zu verbringen oder einen Praxiseinsatz in einer internationalen IBM-Niederlassung zu absolvieren. Die Ziele reichen von New York, San José und Austin über Dublin bis nach Singapur und Thailand. Für diese Auslandseinsätze können sich die Studierenden zudem für ein IBM-Stipendium qualifizieren.

Ein wichtiges Herz der Innovation liegt direkt vor unserer Haustür - in München. In den markanten Highlight Towers in der Parkstadt Schwabing forscht IBM an watsonx.

Ein wichtiges Herz der Innovation liegt direkt vor unserer Haustür - in München. In den markanten Highlight Towers in der Parkstadt Schwabing forscht IBM an watsonx. Foto: Uwe Kästner, bearbeitet mit ChatGPT

Ein Blick hinter die Kulissen von IBM - … und nach München

Um zu verstehen, woran man als dualer Student arbeitet, hilft ein Blick auf das Portfolio: IBM gehört zu den weltweit größten B2B-Anbietern für Informationstechnologie (Hardware, Software, Services). Die Projekte reichen von Supercomputern über weltweites Cloud-Outsourcing bis hin zu maßgeschneiderten KI-Lösungen. Ein bekanntes Praxisbeispiel ist die Kooperation mit der Deutschen Lufthansa AG: IBM entwickelte hier unter anderem KI-Technologien für den Kundenservice und spezielle Mobile Apps (IBM Aviation App Suite) für das Bodenpersonal.

Obwohl der Hauptsitz von IBM Deutschland im schwäbischen Ehningen, südlich von Stuttgart liegt, schlägt ein wichtiges Herz der Innovation direkt vor unserer Haustür - in München. In den markanten Highlight Towers in der Parkstadt Schwabing betreibt der Konzern die globale Zentrale für den Geschäftsbereich "Watson Internet of Things (IoT)" sowie ein europäisches Innovationszentrum. Rund 1.000 Entwickler, Forscher und Designer arbeiten dort an der Vernetzung der Welt. Unter dem Begriff Internet der Dinge (IoT) versteht man das Zusammenspiel physischer Gegenstände, die über Sensoren Daten austauschen – vom Smart Home bis hin zur vorausschauenden Wartung von Maschinen im Automobilbau. Durch die unmittelbare Nähe zu Partnern wie BMW testen IBM-Teams in München in sogenannten "Collaboratories" direkt vor Ort, wie Autos der Zukunft Verkehrsdaten in Echtzeit austauschen. Als dualer Student im Bereich Data Science oder KI hat man hier modernste Technologie-Erlebnisräume und interaktive Ausstellungsflächen direkt vor der Nase. Hier einVideo über den IBM Standort München

Insider-Tipps fürs Bewerbungsverfahren: So klappt es mit dem Studienplatz

Wie hart ist der Weg zu IBM? Dieter Schwarz, langjähriger HR-Experte im Bereich Hochschulmarketing und Recruiting bei IBM Deutschland, hat auf der Veranstaltung an der DHBW Stuttgart wertvolle Einblicke gegeben: Pro Jahr stellt IBM rund 100 duale Studierende ein, was etwa 30 Plätzen pro Studiengang entspricht. Die gute Nachricht für alle, die Prüfungsangst haben: Es gibt keinen standardisierten, schriftlichen Auswahltest. Folgende Kriterien und Stufen entscheiden über den Erfolg:

  1. Der Notenschnitt: Erwartet wird ein stabiles Abitur mit einem Schnitt im 2er-Bereich.

  2. Der Bewerbertag: Wer die Vorauswahl meistert, wird zu einem Auswahltag mit etwa 15 bis 20 Kandidaten eingeladen.

  3. Die Selbstpräsentation: Hier gilt es, die eigene Motivation und Persönlichkeit authentisch vorzustellen.

  4. Der fachliche Kurzvortrag mit Flipchart: Nach einer kurzen Vorbereitungszeit präsentierst du ein aktuelles Thema. Ein typisches Beispiel aus der Praxis ist das Thema "Smart City" – also die Frage, wie man die Stadt der Zukunft durch Digitalisierung intelligenter und energieeffizienter gestalten kann.

  5. Gruppendiskussion & Teamarbeit: Hier wird getestet, wie du dich in einem Team verhältst. Kannst du zuhören? Bringst du konstruktive Ideen ein? IBM arbeitet in weltweit aufgestellten, interdisziplinären Teams – Teamfähigkeit ist daher ein absolutes Must-have.

  6. Das Abschluss-Interview: Ein persönliches Gespräch, um offene Fragen zu klären und festzustellen, ob die Chemie zwischen dir und dem Unternehmen stimmt. Mit einem vorgeschalteten Praktikum bei IBM fällt es natürlich leichter, in diesem Sinne erfolgreich zu argumentieren

Fazit: Das Bachelor@IBM Programm ist ein exzellentes Sprungbrett. Neben einem festen Gehalt und Urlaubstagen übernimmt IBM die Studiengebühren bzw. Semesterbeiträge und sogar die Reisekosten zur Hochschule. Durch die hauseigene, riesige Lern-Plattform können kontinuierlich wertvolle Zusatz-Zertifizierungen erworben werden. Und auch nach den drei Jahren steht der Plan: Das Team Bachelor- and Master-Talents@IBM begleitet dich beim Übergang zum "Early Professional" im Direkteinstieg oder unterstützt dich, falls du direkt ein berufsbegleitendes Master-Studium anhängen möchtest.

Die Bewerbungsverfahren bei Tech-Giganten wie Google, Apple, IBM oder Microsoft können im ersten Moment einschüchternd wirken. Genau hier setzen wir an! Bei einer individuellen und komplett kostenlosen Studien- und Berufsberatung im Eataly am Marienplatz analysieren wir gemeinsam deine Stärken, feilen an deinem Lebenslauf und entwickeln deinen persönlichen Fahrplan. Wir bereiten dich gezielt darauf vor, wie du im Auswahlverfahren mit deiner Persönlichkeit überzeugst. Nutze deine Chance. Den ersten Schritt zu deiner Traumkarriere machen wir gemeinsam bei einem Cappuccino in der Münchner Innenstadt!

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Servus BR: Ausbildung/ Volontariat beim Bayerischen Rundfunk